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Mercedes-Benz Fashion Days Zurich 2012

Was für eine ereignisreiche Woche, während der Mercedes-Benz Fashion Days stand Zürich in Sachen Mode und Events ein paar Tage Kopf, sosehr dass man sich danach gleich mal erholen musste. Das Resümee vorweg, wir haben uns prächtig amüsiert: Von Mittwoch bis Samstag haben wir viel (neue) Mode gesehen, uns ein bisschen in das ein oder andere Kleid (oder Model) verliebt, die Must-Have-Liste fürs Frühjahr erweitert, den Pimms im VIP-Zelt geschätzt, uns über das Mélange von Praliné (Ja!) und Schabzigerkäse (Nein!) im Goodie Bag gewundert und den kuschligen Schal sofort um den Hals geschlungen. Wir haben mit Models gelitten, die sich in disfunktionalem Schuhwerk abmühten (Angelos Bratis), vor protzigen Karren posiert, unsere guten Sitzplätze geliebt, sind von Event zu Event getingelt und haben den Swiss Designers Showroom als ergänzende Plattform goutiert. Luisa Hartema, Jenny Bachman und Anja Leuenberger waren unsere Augenweiden auf dem Laufsteg, Ex-Topmodel Lauren Hutton der glamouröseste Star neben dem Catwalk, Laend Phuengkit und Dawid Tomaszewski waren unsere Favoriten und der Designer Massimo Giorgetti und sein Label MSGM unser absolutes Highlight.

 

Etwas irritiert waren wir hingegen von den vielen grauen Männern (von Sponsoren?), die ganze Blöcke besetzten, oder von den Schuhen à la Vögele, die ernsthaft mit schicker Designermode über Catwalk defilierten. Letzten Endes enttäuschte uns auch, dass der renommierte und sehr geschätzte Hauptsponsor der London, Berlin und New York Fashion Week in Punkto Präsentation nicht den internationalen Standard nach Zürich brachte, sondern sich den Eigenheiten des Schweizer „Modeevents“ anpasste. Die Showblöcke waren ingesamt zu langatmig, die Moderation eigentich überflüssig und auch musikalische Unterhaltung muss im Grunde an einer Modeschau nicht sein. Auch die Sponsorenpräsentation inklusive Interview auf dem Laufsteg und beispielsweise eine ewig lange eigene Schau (Oerlikon) verstimmte die Zuschauer, so dass die nachfolgenden Swiss Designers einen schweren Stand hatten. Insgesamt wäre weniger eindeutig mehr. Nichtsdestotrotz schätzen wir das Engagement und die Mercedes-Benz Fashion Days Zurich sowie ihre Funktion als Plattform für Schweizer Modedesign sehr und möchten auch die paar Tage Fashion Week Madness, die uns dieser Event hierzulande beschert, nicht missen.

 

Fotos: Press, letzte drei via Modeopfer

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